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Plaut auf dem Weg der Besserung 16.11.2000
AC Research
Die Analysten von AC Research sehen nach den unterplanmäßigen Halbjahreszahlen und der damit einher gegangenen Kursviertelung seit letztem März wieder ein interessantes Einstiegsniveau bei den Aktien von Plaut International (WKN 918703) erreicht.
Fundamental gesehen sei das Consulting-Unternehmen nämlich nach wie vor auf Wachstumspfad. Dass die ursprünglichen Planzahlen aber bislang verfehlt worden seien, hänge einzig und allein damit zusammen, dass ein Großteil der Investitionen im New-Business-Bereich „EdgeWing“ vorgezogen worden sei. Für den Kurseinbruch sei aber auch verantwortlich gewesen, dass noch nicht getätigte Akquisitionen in den Prognosen enthalten seien, die immerhin 40 Prozent des angepeilten Wachstum ausmachten und deswegen bei Nichterfüllung zu mitunter deutlichen Planverfehlungen führen könnten. „Hieraus haben wir jedoch unsere Lehren gezogen“, versichert Vorstandsmitglied Volker Knotz und fügt hinzu: „Unsere Planzahlen für 2001, die wir im November vorlegen, werden keinerlei zukünftige Übernahmen mehr enthalten.“
Mit dem jüngsten Schritt, dem Kauf von J.J. Croney & Associates (einer auf vor allem auf ASP und Outsourcing spezialisierten US-Gesellschaft), und weiteren momentan laufenden Übernahmeverhandlungen sei Plaut zudem dem Erreichen der diesjährigen Prognosen bereits sehr nahe, da das neue Tochterunternehmen allein einen geschätzten 2000er Jahresumsatz von 25 Mio. Dollar beisteuern werde. Neben dem reinen Umsatzbeitrag ist aber in erster Linie die weitere technologische und regionale Stärkung des immer wichtiger werdenden amerikanischen New-Business-Bereiches von Bedeutung bei dem Deal, so die Experten.
EdgeWing habe sich nämlich gerade in den letzten Monaten viel versprechend entwickelt: Die Nachfrage nach Intershop-Produkten habe vor allem in den USA stark zugelegt, und dies auch bei größeren Projekten im Enfinity-Bereich, in die Plaut-Mitarbeiter mittlerweile direkt eingebunden würden. Zudem verzeichne das CRM-Geschäft in einigen Teilmärkten (wie z.B. Brasilien, wo der dortige Marktführer Loyalty übernommen wurde, oder auch in Österreich und den USA) eine gute Entwicklung, so dass sich die zusätzlichen Investitionen in Höhe von 15 Mio. Euro langsam aber sicher auszahlten. Insgesamt erscheine damit die Planung, im nächsten Jahr einen Ergebnisbeitrag von zwei und im darauffolgenden von neun Mio. Euro nach Steuern mit EdgeWing zu erzielen, nicht zu hoch gegriffen.
Darin inbegriffen ist laut AC Research aber auch das Geschäftsfeld ASP, das vor allem wegen der Mittelstandslösungen WORKS bereits in diesem Jahr einen Umsatzanteil von fünf Prozent und im nächsten Jahr gar das Dreifache davon erreichen solle. Dazu Vorstand Knotz: „Wir bieten nationalen Application-Service-Providern, die in der Regel bereits eine gewisse Kundenbasis haben bzw. einen aussichtsreichen Kundenzugang vorweisen können, diese branchenspezifischen Software-Solutions, und die Partner sorgen für die Hardwarevoraussetzungen.“ Dass die von Plaut aus diversen Komponenten (wie CRM, ERP usw.) zusammengestellten Templates dabei durchaus auf Interesse stoßen, verdeutlichten die bestehenden Kooperationen mit SAP (in Deutschland, Österreich und den USA) und IBM (weltweit) sowie die kürzlich getroffene Vereinbarung mit der schweizerischen EDS, so dass man alles in allem momentan „weit über 100 Kundenunternehmen“ aufweisen könne.
Insgesamt liege die vom Unternehmen reduzierte Prognose für den diesjährigen Jahresüberschuss nun bei 13 Mio. Euro nach Steuern, was einem Ergebnis pro Aktie (EPS) von 66 Cents entspräche. In den nächsten beiden Jahren rechnen die Analysten hierbei dann mit Werten von knapp anderthalb bzw. gut zwei Euro, die das Zusatzgeschäft durch EdgeWing (s.o.) aber keinerlei Akquisitionen berücksichtigten und insgesamt auch beim organischen Wachstum unter den (bislang nicht erfüllten) Erwartungen des Managements angesiedelt seien. Man könne zwar davon ausgehen, dass die im November anstehenden Planwerte von Plaut dann über diesen Zielvorgaben liegen werden, bis jedoch Gewissheit in dieser Hinsicht besteht, bleibe AC Research bei diesen konservativen Schätzungen.
Deswegen könne dem spekulativ eingestellten Anleger aus fundamentaler Sicht bereits jetzt zu einem Engagement geraten werden, da die Aktie auch auf dieser Basis mit einem KGV von aktuell 16 (`01) bzw. 11 (`02) viel zu billig erscheine. Sobald die momentane Bodenbildung im Chart endgültig abgeschlossen werde und sich die Marktverfassung im Allgemeinen verbessere, dürfte dem Papier nämlich durchaus ein Wert von 25-30 zugebilligt werden.
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